Nette Jahre? Generation P., Facebook, Finanzkrise
Was bewegt die jungen Erwachsenen von heute?
Generation Internet, Generation Praktikum, Generation Facebook – mit solchen Etiketten ist ihr Lebensgefühl nicht einzufangen…
Manuel Hartung und Cosima Schmitt zeigen, wie die junge Generation denkt, fühlt und handelt. Das Bedürfnis ist groß, das Lebensgefühl der heute 20- bis 35-jährigen zu beschreiben.
Doch mündet dies meist in simplen Headlines, die der Vielfalt dieser Generation nicht gerecht werden. Das eine große Schlüsselerlebnis, wie es etwa die Kriegskinder verbindet, gibt es nicht.
Wenn überhaupt, eint diese Generation eine Grunderfahrung: dass immer irgendwie Krise war. Sie wuchs auf mit Tschernobyl und dem Klimawandel, mit dem 11. September und der „Generation Praktikum“-Debatte.
Und kaum hatten es einige doch in die ersten richtigen Stellen geschafft, kam die Finanzkrise. Das Leben mit der Dauerkrise hat junge Erwachsene geprägt – und gestärkt.
Wir sind jung, flexibel, bestens ausgebildet. Wir reisen in der Welt umher, wechseln alle paar Jahre den Job, die Stadt oder den Partner und sind so selbstverständlich bei facebook unterwegs wie im Club um die Ecke.
Zwar sind wir mit der Dauerkrise groß geworden: Mit Klimakrise, Bildungskrise, Wirtschaftskrise. Doch das bekümmert uns wenig.
Wir haben sowieso nie geglaubt, dass die Rente sicher ist und Arbeitsplätze fürs Leben vergeben werden. Längst haben wir begriffen, dass nichts gewiss ist, es aber immer irgendwie weitergeht:
„Generation @“, „Generation 0“, Generation iPod“: Die Etiketten, die man uns 20- bis 35-Jährigen anheftete, können wir nicht mehr zählen. Keines davon trifft wirklich zu. Dafür sind wir zu vielseitig.
Während die Generation Golf zwischen Punk oder Pop wählte, finden wir uns in unüberschaubar vielen Szenen wieder. Wir sind die Generation ohne Generation, leben im Themenpark der Lebensstile. Hereinspaziert!
Manuel Hartung und Cosima Schmitt haben zwei Jahre recherchiert, haben Demografie-Forscher und Altersgenossen in ganz Deutschland, in den Großstädten und in der Provinz befragt.
Das Ergebnis: Die Jungen reagieren erstaunlich souverän auf die Krisenerfahrung. Sie jammern nicht, sie erstarren nicht in Zukunftsangst. Lieber suchen sie eigenen Wege, die Welt zu verändern. Sie starten Online-Petitionen und Demos gegen den Bachelor.
Sie haben begriffen, dass Karrieren kaum planbar sind und Jobs nichts fürs Leben vergeben werden.
Aber sie wissen auch, dass ohne ihre Können wenig laufen wird in den Betrieben und Chefetagen. Das Buch ist ein Generationenbuch ohne Generation.
Manuel Hartung besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule, wurde 2004 Redakteur der Wochenzeitung Die Zeit und ist seit 2007 Chefredakteur von Zeit Campus. Zwischenzeitlich studierte er in Bonn und New York. Derzeit ist er McCloy Scholar an der Harvard University. Er ist Autor mehrerer Bücher.
Cosima Schmitt hat in Hamburg und Mexico-Stadt Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaftslehre studiert und die Deutsche Journalistenschule in München absolviert. Von 2003 bis 2008 war sie Politikredakteurin der taz. Heute lebt und arbeitet sie als Redakteurin der Zeit in Hamburg und Berlin.

Manuel Hartung besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule, wurde 2004 Redakteur der Wochenzeitung Die Zeit und ist seit 2007 Chefredakteur von Zeit Campus. Zwischenzeitlich studierte er in Bonn und New York. Derzeit ist er McCloy Scholar an der Harvard University. Er ist Autor mehrerer Bücher.
Cosima Schmitt hat in Hamburg und Mexico-Stadt Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaftslehre studiert und die Deutsche Journalistenschule in München absolviert. Von 2003 bis 2008 war sie Politikredakteurin der taz. Heute lebt und arbeitet sie als Redakteurin der Zeit in Hamburg und Berlin.
Ausgezeichnet mit dem 2 Platz. beim Journalistenpreis von Axel-Springer (