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    Gehaltserhöhung: Geld-Hebel fürs eigene Konto

    6
    • von Karriere-Einsichten
    • in Einsichten · Ratgeber
    • — 16 Apr, 2012

    “So erhalten Sie mehr Lohn”, heisst es in verschiedenen Karriere-Ratgebern. Wir haben mal einige Tipps zusammengefasst. Angenommen, Mitarbeiter können ihr Gehalt wirklich selbst beeinflussen, hier die Faktoren. Noch eins vorab: Die eigene Aus- und Weiterbildung hat immer noch die grösste Rendite…

    Die Aus- und Weiterbildung ist immer noch der grösste Hebel für mehr Lohn. Sie ist das Fundament für die berufliche Karriere und kann den Lohn vervielfachen. Daher hier der wichtigste Tipp: Lebenslanges Lernen praktizieren, auf die lohnwirksamen Abschlüsse Berufsprüfung, Höhere Fachprüfung, Höhere Fachschule, Fachhochschule oder Uni setzen.

    Auch die “richtige” Branche will gewählt sein: Wer in der richtigen Branche arbeitet, kriegt für die gleiche Tätigkeit bis zu 100% mehr Lohn. Hier 2 Beispiele…

    • hohe Löhne für die gleiche Arbeit: Finanzsektor, Chemische Industrie, Forschung und Entwicklung, Energie- und Wasserversorgung, Unterrichtswesen, Informatik
    • tiefe Löhne für die gleiche Arbeit: Herstellung von Lederwaren und Schuhen, Gartenbau, Detailhandel, Gastgewerbe, persönliche Dienstleistungen (Coiffeur, Kosmetik etc.)

    Tipp: Sich über das Lohnniveau nach Branchen informieren und sich auf Branchen mit hohem Lohnniveau konzentrieren. Nach Adam Riese könnte man je nach Region bis zu 20% mehr verdienen. Auch in der Schweiz.

    Hier die Reihenfolge:

    • Grossregionen Zürich und Nordwestschweiz
    • Genferseeregion
    • Espace Mittelland
    • Zentralschweiz
    • Ostschweiz
    • Tessin

    Wie wäre es mit einem Umzug in die Nähe einer Region mit höheren Löhnen? Oder einem längeren Arbeitsweg in eine interessantere Region?

    Frauen bekommen noch 20% weniger Geld

    Apropos Gender-Themen. Frauen verdienen für die gleiche Tätigkeit immer noch rund 20% weniger als Männer. Manche Gründe sind erklärbar: Persönliche Qualifikation, vermehrte Arbeit in Niedriglohnbranchen (Detailhandel, Gastronomie etc.), weniger Berufserfahrung, weniger fundierte Aus- und Weiterbildung, Untervertretung in Kaderpositionen, Frauen führen weniger Gehaltsgespräche und tappen dementsprechend weniger in Fallen, Frauen sind eher Teilzeitbeschäftigte oder Wiedereinsteigerinnens etc.
    Andere der Gründe sind nicht erklärbar, gleichen einer Lohndiskriminierung. Und eine solche “Lohndiskriminierung” ist je nach Branche stark unterschiedlich. Es geht um einen gesunden Mix aus Stellenwechsel und Arbeitgebertreue.

    Welches sind die wichtigsten Einflussfaktoren und Wege zu mehr Lohn. Hier finden Sie wichtige Erkenntnisse aus der Praxis, Tipps und Informationsquellen. Es geht immer um Angebot und Nachfrage, Ihren Beruf und die damit verbundenen Qualifikationen.

    Hier einige Beispiele von Berufen mit hoher Nachfrage:

    • Ausgewiesene, erfolgreiche Führungskräfte
    • Ingenieure
    • IT-Spezialisten
    • Qualifizierte Mechaniker, Handwerker und Pflegepersonal (Achtung Lohnniveau)

    Beispiele von Berufen mit Zusatzqualifikation:

    • Marketingleiter mit guter Wissensbasis im Bereich Internet-Marketing
    • IT-Spezialist mit guten Kenntnissen in 3 Programmiersprachen

    Stellenwechsel verspricht (häufig) mehr Geld

    Wer zum richtigen Zeitpunkt die Stelle wechselt verdient 10-20% mehr. Der richtige Zeitpunkt ist in der Regel konjunkturell gesteuert. Tipp: Wer keinen Druck hat, kann besser pokern. Auch passiv suchen, nicht nur aktiv.

    Dazu ein paar weitere Hinweise, was Funktion, Position und beruflichen Erfolg als “Leistungsausweis” ausmachen könnte:

    • Arbeitsqualität
    • Art der Arbeiten: Anspruchsvolle Arbeiten (grosser Hebel)
    • Funktion, Position: Führungstätigkeit (ganz grosser Hebel)

    Hier gilt es säen um bei den nächsten Lohnverhandlungen zu ernten: Einsatz zeigen, Verantwortung übernehmen, sich selber weiterentwickeln. Minimalisten haben es bei Lohnverhandlungen schwer.

    Bei den Betrieben mit unter 10 Mitarbeitenden wird 5-10% weniger Lohn bezahlt als bei den übrigen Betrieben
    Tipp: Sich nicht auf die Kleinstbetriebe ausrichten.

    Nicht zu vergessen: Sympathie!

    Dauernörgler, Motzer und Verbitterte versus Selbstmotivierte. Persönliche Beziehungen schaden nur dem der sie nicht hat. Daher hilft dieses hier: Sich mit dem Thema Selbstmotivation auseinandersetzen. Mit den Vorgesetzten ein gemeinsames Thema finden, welches mit dem Geschäft nichts zu tun hat.

    Und die “Hebelwirkung” für mehr Lohn? Viele Mitarbeitende sind aufgrund der vergangenen Lohnrunden frustriert. Trotz eines grossen Einsatzes wurde von den Arbeitgebern in der Regel nur minim mehr Lohn ausbezahlt. Dabei gibt es viele Faktoren, welche den Lohn massgeblich beeinflussen.

    Doch nicht nur diese Erfolgsfaktoren sind entscheidend, sondern auch das Verhalten vor, während und nach den internen Lohnverhandlungen. Wer Ende Jahr mehr Lohn will, muss sich anfangs Jahr darauf vorbereiten.

    Sichtweise! Jan Thomas Otte bezweifelt, das Geld wirklich alles im Leben ist. Aber notwendig ist es eben doch, um die eigene Miete zu bezahlen, den Häusle-Kredit, die immer noch steigenden Spritkosten, etc. Fragt sich nur wie..

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    Hinweis der Redaktion: Dieser Text wurde zusammen mit Stefan Schmidin von karriere.ch recherchiert, Mitbegründer des führenden Karriere-Portals in der Schweiz.

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    Schlagworte: BerufGehaltGeldKarriereLebenslaufManagementMoralMotivation

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    6 Kommentare

    1. Betriebskindergarten: Segen oder Verschwendung? | Karriere-Einsichten sagt:
      29. Juli 2012 um 16:15

      [...] nicht lieber in Benefits investieren, die mehrheitlich befürwortet werden? Oder das Budget für Gehalterhöhungen [...]

    2. Sandwichposition: Blocker und Radler im Büro | Karriere-Einsichten sagt:
      23. Oktober 2012 um 23:33

      [...] Situation auszuweichen. Denn eines ist sicher: Das Sandwichdilemma wird Ihnen auch in der nächsten Position begegnen.// < ![CDATA[ var snackTV_config = { tagtype: 'static', type: '7', visibleAuto: true, [...]

    3. Zeitarbeit und Teilzeit: Zwei, die zusammen passen | Karriere-Einsichten sagt:
      22. Dezember 2012 um 01:17

      [...] eines Unternehmens für 90 % aller Mütter mindestens genauso wichtig wie das Gehalt. Dies liegt vor allem an den erheblichen Mehrfachbelastungen, denen Arbeitnehmerinnen mit Kindern [...]

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